Exogene Ketone – Wirkung von Beta-Hydroxybutyrat (BHB)

Exogene Ketone  versorgen die Zellen mit gesunder Energie. Die exogenen Ketone in Nahrungsergänzungsmitteln gleichen den Ketonen, die der Organismus natürlicherweise im Fettstoffwechsel, der Ketose, bildet. Der wichtigste dieser Ketonkörper ist Beta-Hydroxybutyrat (BHB). Studien belegen den großen gesundheitlichen Nutzen von BHB – ob als endogenes Keton oder in Form von exogenen Ketonen.

Die Wirkung von exogenen Ketonen

Exogene Ketone: Wirkung durch gesunde Energie

Exogene Ketone als Nahrungsergänzungsmittel verkürzen den Weg in die Ketose – oder verstärken die positiven Effekte einer bereits längerfristig auf ketogen ungestellten Ernährung. Durch die Einnahme von exogenen Ketonen profitieren aber auch die Menschen von den Vorteilen der Ketose, die ihre Ernährung nicht umstellen und nahezu komplett auf Kohlenhydrate verzichten wollen.

Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes werden in vielen Fällen durch eine wenig achtsame und ganzheitliche Lebensweise wenigstens begünstigt, wenn nicht sogar verursacht. Auch allgemeine Müdigkeit oder nachlassende körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit ansonsten gesunder Menschen sind oft Folge eines gedankenlosen Ernährungsverhaltens. Doch nicht nur Körper und Geist, sondern auch der Seele geht immer öfter die Energie aus. Konzentrationsstörungen, Burn-out oder depressive Verstimmungen sind mögliche Folgen. Kurzum: Falsche Ernährung kann erheblich dazu beitragen, Vitalität, Gesundheit und Lebensfreude zu schmälern.

Dem können wir aktiv entgegenwirken. Eine der direktesten und effektivsten Möglichkeiten ist die Ketose durch ketogene Ernährung – mit Unterstützung durch exogene Ketone. 

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Wie Ketonkörper positiv auf das Immunsystem wirken

Dr. med. Simon Hirschberger ist Arzt für Anästhesie an der Uni-Klinik München. In der Arbeitsgruppe „Molekulare Medizin“ um Prof. Dr. Dr. Simone Kreth (Klinik für Anaesthesiologie, Walter-Brendel-Zentrum) erforscht er die Auswirkungen von ketogener Ernährung auf das Immunsystem. Im Interview beschreibt er die positiven Effekte von Ketonen auf das Immunsystem und die hemmende Wirkung auf entzündliche Prozesse.

Exogene Ketone: Studien belegen Wirksamkeit

Der gesundheitliche Nutzen von ketogener Ernährung und exogenen Ketonen ist Gegenstand einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen. Dabei hat sich beispielsweise herausgestellt, dass Beta-Hydroxybutyrat  (BHB) entzündliche Erkrankungen wie Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder Alzheimer-Demenz günstig beeinflussen kann. Ketogene Ernährung ist zudem eine wirksame Option in der Behandlung von Diabetes. Außerdem können exogene Ketone offenbar Bluthochdruck senken. Zudem unterstützen sie beim Abnehmen, weil sie den Appetit mindern.

Wirkung von Beta-Hydroxybutyrat auf Immunsystem und Entzündungen

Das Keton Beta-Hydroxybutyrat kann Teile des Immunsystems positiv beeinflussen, die nach aktuellem Stand der Wissenschaft an der Entstehung von entzündlichen Erkrankungen wie Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder Alzheimer-Demenz beteiligt sind. Eine entsprechende Studie veröffentlichte eine Forschungsgruppe an der renommierten Yale School of Medicine in „Nature Medicine“ (1). In ihrem Versuch fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Gabe von exogenen Ketonen bei Mäusen entzündliche Reaktionen ebenso lindert wie endogene Ketone, wie sie bei einer ketogenen Ernährung entstehen.

Exogene Ketone mindern den Appetit

Das Fachmagazin Ernährungsumschau veröffentlichte 2018 eine Überblicksarbeit zur Wirkung exogener Ketone im Vergleich mit kohlehydratarmen Ernährungsweisen (2). Dabei kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Studienlage eine appetitreduzierende Wirkung von Beta-Hydroxybutyrat nahelegt. Zudem spreche viel dafür, dass „die Aufnahme von Ketonkörpern im klinischen Bereich von Vorteil“ sein könnte, „um z. B. eine medizinisch notwendige ketogene Diät zu unterstützen und zu erleichtern“.

Ketonkörper: Wirkung bei Bluthochdruck

Forscher der Universität Toledo (3) haben auf der Suche nach den molekularen Ursachen von erhöhtem Blutdruck im Tierversuch Mäuse mit einer salzarmen und einer salzreichen Diät gefüttert. Danach bestimmten die Wissenschaftler mehr als 29 Stoffwechselprodukte (Metabolite) im Blut der Mäuse. Den größten Unterschied in den beiden Gruppen fanden sie in der BHB-Konzentration. Anschließend verabreichten die Forscher den salzreich erhöhten Mäusen exogene Ketone in Form von Beta-Hydroxybutyrat. Das Ergebnis: Die erhöhte BHB-Konzentration konnte den salzbedingten Blutdruckanstieg deutlich verringern.

Ketogene Ernährung und Diabetes

Es gehört zu den grundsätzlichen Empfehlungen, bei Diabetes eher wenig Zucker aufzunehmen, um den Blutzuckerspiegel nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Da die ketogene Ernährung kaum Kohlehydrate enthält, sinkt die Blutzuckerkonzentration automatisch, weil aus nicht vorhandenen Kohlenhydraten auch keine Glukose (Zucker) gebildet und ins Blut gelangen kann.

Dr. Sarah Hallberg von der Universität Lafayette (USA) hat die Auswirkungen ketogener Diät an 262 Menschen mit Typ-2-Diabetes untersucht (4). Ihr Ergebnis: Nach einem Jahr war der HbA1C-Wert von 7,6 auf 6,3 gesunken und die Teilnehmer hatten im Durchschnitt bis zu 12 Prozent an Gewicht verloren. Die Zahl der Probanden, die noch Diabetes-Medikamente (orale Antidiabetika) brauchten, hatte sich halbiert (von 60 auf 30 Prozent). Noch besser war das Ergebnis bei den insulinpflichtigen Probanden: 94 Prozent benötigten kein Insulin mehr.

Ketogene Therapie bei Epilepsie

Seit den 1990-er Jahren wird die ketogene Ernährung als leitliniengerechte Therapie von Epilepsien (5) bei Kindern (unterstützend auch bei Erwachsenen) sowie bei bestimmten angeborenen Stoffwechselstörungen wie dem Glukosetransporter-1-Defizitsyndrom, Pyruvatdehydrogenase-Mangel oder Kompley-1-Defekten der Atmungskette angewendet.

Leichter abnehmen mit exogenen Ketonen

Ob exogene Ketone oder ketogene Ernährung die Fettverbrennung tatsächlich spürbar ankurbeln, ist gegenwärtig wissenschaftlich noch umstritten. Erwiesen ist hingegen, dass exogene wie endogene Ketone den Insulinspiegel, den Hormonhaushalt und das Hungerzentrum im Gehirn positiv beeinflussen. Daher eignen sich exogene Ketone sehr gut zum Abnehmen. Sie lindern Heißhunger und das Verlangen nach Kohlehydraten, während das Sättigungsgefühl stark ansteigt. Das erleichtert auch das Einhalten einer ketogenen Diät, von Fasten oder intermittierendem Fasten (siehe auch: Was ist Ketose?)

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Was sind Ketone?

Ketogene Ernährung führt in die sogenannte Ketose, den Fettstoffwechsel. Was passiert in der Ketose? Die Leber bildet beim Abbau von Fetten aus den Fettsäuren Ketone. Die wichtigsten Ketonkörper sind Beta-Hydroxybutyrat (BHB), Acetonsäure und Acetoacetat. Der weitaus größte Anteil entfällt auf BHB.

Endogene und exogene Ketone oder Ketonkörper

Endogene Ketone oder Ketonkörper sind die Stoffwechselprodukte, mit denen der Organismus in der Phase des Fettstoffwechsels, der Ketose (also bei „Zuckermangel“), die Energie gewinnt, um das Gehirn, die Organe insgesamt oder die Muskeln zu versorgen.

Die bei der Ketose natürlicherweise entstehenden Ketonkörper werden als endogene Ketone bezeichnet. Endogen, weil der Körper selbst sie bildet.

Exogene Ketone sind Ketonkörper, die dem Körper von außen zugeführt werden, beispielsweise in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Wie der Fettstoffwechsel liefern exogene Ketone also gesunde Energie für die Zellen im gesamten Organismus. Wenn Du mehr über Ketose wissen möchtest, lies diesen Artikel: Was ist Ketose?

Exogene Ketone: Salze und Ketonester

Genau genommen werden 2 unterschiedliche chemische Formen von exogenen Ketonen als Nahrungsergänzungsmittel angeboten: Ketonsalze und Ketonester. Beide Formen enthalten als wirksame Substanz den stabilsten Ketonkörper. Das ist Beta-Hydroxybutyrat (BHB).

Exogene Ketone: Salze

Ketonsalze binden den Ketonkörper Beta-Hydroxybutyrat (BHB) an einen Mineralstoff. Das ist in der Regel Natrium, Calcium oder Magnesium. Nahrungsergänzungsmittel mit Ketonsalzen sind meistens Pulver, die in Wasser gelöst und getrunken werden. Die exogenen Ketone im Angebot von Orthoformula binden Beta-Hydroxybutyrat in einer besonders ausgewogenen Kombination von Natrium, Kalzium und Magnesium. Dabei ist der Anteil von Natrium etwas höher, da natriumgebundene Ketone schnell in den Blutkreislauf gelangen. Kalzium und Magnesium werden langsamer absorbiert und tragen so zu einer nachhaltigen Ketonverwertung bei.

Exogene Ketone: Ester

Ketonester bestehen aus einem Ketonkörper, der an einen Keton-Vorläufer wie Butandiol und Glykol gebunden ist. Ketonester werden gegenwärtig vor allem im Spitzensport verwendet. Sie sollen die Muskeln besonders lange und effektiv mit Energie versorgen können. Gegenwärtig sind nur wenige Keto-Drinks mit Ketonestern auf dem Markt. Das dürfte einerseits am hohen Preis liegen. Andererseits schmecken die verfügbaren Präparate stark nach Lösungsmitteln.

Nebenwirkungen von exogenen Ketonen sind selten

Nebenwirkungen von exogenen Ketonen sind selten. Wenn sie überhaupt auftreten, handelt es sich meist um leichte Irritationen der Magen-Darm-Befindlichkeit.  Anwenderinnen und Anwender berichten beispielsweise von Durchfall, wenn sie schon am ersten Tag mit einer vollen Tagesdosierung starten. Magen-Darm-Irritationen lassen sich erfahrungsgemäß vermeiden, wenn die Dosierung zu Beginn der Einnahme eingeschlichen wird. Manchmal berichten entsprechend sensible Anwenderinnen und Anwender von körperlicher oder geistiger Unruhe nach der Ersteinnahme: Diese Unruhe legt sich erfahrungsgemäß spätestens  nach wenigen Tagen.

Fälle von schweren anhaltenden Nebenwirkungen oder Kontraindikationen sind nicht bekannt. Grundsätzlich aber gilt: Insbesondere chronisch kranke Menschen sollten vor der Einnahme von exogenen Ketonen Rücksprache mit ihren Behandlern nehmen und gegebenenfalls Laborkontrollen machen lassen.

Für wen sind ketogene Ernährung und exogene Ketone geeignet?

Grundsätzlich können fast alle Menschen von ketogener Ernährung und/oder exogenen Ketone profitieren. In diesem Zusammenhang ein wichtiger Hinweis: Exogene Ketone sind kein Heilmittel und können eine medizinische Behandlung nicht ersetzen. Zudem sollten insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungen jede umfassende Änderung der Ernährungsweise und die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit ihren behandelnden Ärzten besprechen. Unter diesen Voraussetzungen kommen exogene Ketone beispielsweise in folgenden Lebenssituationen bgeleitend infrage:

  • Wunsch nach Gewichtsverlust
  • Stress, ob im beruflichen oder privaten Umfeld
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungssyndrom, Burn-out, Depressionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Nach oder bei chronischen Erkrankungen sowie nach schweren Therapien wie Chemotherapie oder Antibiose
  • Verdauungsstörungen
  • Bei erhöhtem Risiko für Diabetes, Alzheimer oder Demenz
  • Erhöhte Leistungsanforderungen in Studium, Schule, Beruf, Prüfungssituationen etc.
  • Sportler zur legalen Leistungssteigerung und besseren Erholungsfähigkeit
  • Menschen in der Rekonvaleszenz oder Reha nach schweren Erkrankungen
  • Menschen mit Hirn– und Nervenschädigungen
  • Bei Kindern mit Fettleibigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Überaktivität

Etwas allgemeiner zusammengefasst, sind exogene Ketone für Menschen besonders interessant, die:

  • Mehr Lebensqualität oder größere Leistungsfähigkeit erfahren möchten
  • Für ihre Gesundheit neue Wege gehen möchten
  • Mehr gesundheitliche Verantwortung für sich oder ihre Liebsten übernehmen wollen
  • Altersbedingte Leistungsdefizite (körperlich oder kognitiv) abmildern bzw. wieder voll in ihre Energie kommen wollen.

Quellen: Studien über exogene Ketone

(1) Nature Medicine: The ketone metabolite β-hydroxybutyrate blocks NLRP3 inflammasome–mediated inflammatory disease (2015)

(2) Ernährungsumschau (Tobias Fischer, Thorsten Marquardt, 2018):  Diätetische Supplemente auf Basis des Ketonkörpers β-Hydroxybutyrat, 2018

(3) Ärztezeitung (Stephan Martin, 2018): Ketonkörper – Vom Feind zum fleißigen Helfer bei der Prävention

(4) Deutsches Ärzteblatt (Martina Lenzen-Schulte, 2018): Gegen Diabetes und Adipositas: Dein Freund, der Ketonkörper (115(41): A-1810 / B-1524 / C-1510)

(5) Gesellschaft für Neuropädiatrie: Ketogene Ernährungstherapien (KET), AWMF-Leitlinien-Register Nr. 022/021

Stubbs BJ, Cox PJ, Evans RD. On the Metabolism of Exogenous Ketones in Humans. Front. Physiol. 2017; 8:848. DOI: 10.3389/fphys.2017.00848

Kovaçs Z, D’Agostino DP, Diamond D et al. Therapeutic Potential of Exogenous Ketone Supplement Induced Ketosis in the Treatment of Psychiatric Disorders: Review of Current Literature. Front. Psychiatry 2019; 10:363. DOI: 10.3389/fpsyt.2019.00363

Gross E, Putananickal N, Orsini AL et al. Efficacy and safety of exogenous ketone bodies for preventive treatment of migraine: A study protocol for a single-centred, randomised, placebo-controlled, double-blind crossover trial. Trials 2019. DOI: 10.1186/s13063-018-3120-7

Miller VJ, Villamena FA, Volek JS. Nutritional Ketosis and Mitohormesis: Potential Implications for Mitochondrial Function and Human Health. Journal of Nutrition and Metabolism 2018. DOI: 10.1155/2018/5157645

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